FAST FASHION

"Fast Fashion ist ein Geschäftsmodell in der Bekleidungsindustrie, bei dem die Kollektionen schnell und trendbezogen designt und zu niedrigen Preisen produziert und verkauft werden."




FAKTEN UND ZAHLEN

Arbeitssituation

Arbeitsbedingungen

Unfälle, Brände, Verletzungen und Krankheiten stehen hier auf der Tagesordnung. Meist ausgelöst durch fehlende Hygiene, fehlende Arbeitsschutzkleidung, mangelnde Beleuchtung, unzureichende Belüftungen, unsicheres Trinkwasser und schlechte Ausstattung der Arbeitsplätze.

 

Arbeitszeit

Die Arbeiter arbeiten oft 14-16 Stunden am Tag und dies 7 Tage die Woche. Außerdem werden sie oftmals zu Überstunden gezwungen, die ihnen schlussendlich nicht ausbezahlt werden. Zudem wird ihnen häufig der Anspruch auf einen freien Tag pro Woche verweigert.

 

 Entlohnung

Die Bezahlung der Fabriksarbeiter liegt meist unter dem Existenzlohn. Nicht selten verdienen Näher/innen in Bangladesch weniger als 17 Cent pro Stunde. Das ergibt im Monat nicht einmal 50€.

 

Diskriminierung

Höhere Positionen in den Fabriken werden überwiegend von Männern besetzt, weshalb sexuelle Belästigung von Näherinnen keine Seltenheit ist.

 

Kinderarbeit

Weltweit sind laut Stand 2016 weltweit rund 152 Millionen Kinder von Kinderarbeit betroffen. Folgen der Kinderarbeit in Textilfabriken sind diverse Krankheiten, Verletzungen sowie die Gefährdung der psychischen und physischen Entwicklung.

https://www.verdi.de/themen/nachrichten/++co++b6c3bfd0-82ea-11e5-a553-52540059119e

https://publixphere.net/i/publixphere-de/proposal/1111-Günstige_Mode_Kinderarbeit_und_das_schle.html

l

ö

ö

https://www.vogue.de/mode/artikel/das-groesste-umweltproblem-der-modeindustrie-faerben

https://www.diepresse.com/6065037/die-atacama-wueste-wird-zum-altkleider-friedhof

Umwelt

Wasserverbrauch

Die weltweite Modeindustrie verbrauchte im Jahr 2015 rund 79 Milliarden Kubikmeter Wasser. Eine Folge dieses enormen Wasserverbrauchs ist zum Beispiel die Austrocknung des Aralsees, der 120 mal größer war als der Bodensee. 

 

Wasserverschmutzung

Der große Einsatz von Pestiziden und Chemikalien aber auch die Mikrofasern in unserer Kleidung verunreinigen unser Wasser extrem. Allein durch die Lederfabriken in Bangladesch gelangen täglich 22.000 Liter giftige Stoffe ins Abwasser. Zudem gelangen pro Waschvorgang von synthetischer Kleidung ca. 700.000 Mikrofasern ins Abwasser.

 

Erdölverbrauch

Erdöl wird zur Herstellung von Fasern benötigt. Schätzungen zu Folge hat die Modeindustrie 2015 ca. 98 Millionen Tonnen Erdöl verbraucht. 

 

CO2-Ausstoß

In jeder Phase, die ein Textil durchlebt, wird CO2 ausgestoßen. Die Modeindustrie produziert ca. 10% der weltweiten CO2 Emissionen. Das ist mehr CO2 als alle internationalen Flüge und Schifffahrten zusammen verursachen.

 

Bodennutzung

Insgesamt werden weltweit 85,2 Millionen Hektar zur Faser- und Materialproduktion für die Textilindustrie genutzt.

 

Abfall

Pro Jahr werden rund 1,3 Millionen Tonnen Kleidung weltweit entsorgt. Davon werden ca. 80% verbrannt oder auf Deponien entsorgt und nur 20% recycelt.